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27.11.2013

SCHLADMING - Janina Sailer

                                                                                                     
 
 
 
 
 

 1.Geschichte

Wie jeder Ort hat auch Schladming eine lange Geschichte, die im Jahre 1180 begann, denn zu dieser Zeit gab es die erste urkundliche Erwähnung, doch nicht als „Schladming“, wie wir es heute kennen, sondern als "Slaebnich".  Als Stadt wurde Schladming  erst im Jahr 1322 erwähnt. Das Stadtrecht ist zurückzuführen auf den blühenden Bergbau in den Schladminger Tauern, wo bis zu 1500 Bergarbeiter beschäftigt waren . Leonhard Eggelzahn, der Stadt- und Bergrichter, verfasste  den „Schladminger Bergbrief“, welcher 1408 in ganz Europa von großer Bedeutung war. In diesem Brief waren sowohl die Rechte, als auch die Pflichten der Bergleute aufgezeichnet. Nachdem sich die Bergleute während der Reformation an den Bauernaufständen gegen die Salzburger Obrigkeit beteiligten, kam es dazu, dass Schladming 1525 unter dem Erzherzog Ferdinand I. völlig zerstört wurde und das Stadtrecht aberkannt wurde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam es zu dem Niedergang des Schladminger Silber und Kupferbergbaues, außerdem musste der Kobaltbergbau 1818 und der Nickelbergbau 1875 eingestellt werden. Nachdem  im Jahr 1875 die Erschließung des Ennstals mit einer Eisenbahnlinie erfolgte und ein Jagdschloss (welches heute im Besitz der Stadtgemeinde ist und das Rathaus darstellt) durch Prinz August von Sachsen-Coburg und Gotha errichtet wurde, begannen die Bereiche Tourismus und Wintersport für den Ort Schladming an Bedeutung zu gewinnen. Die zweite Stadterhebung mit Einbeziehung des Orteils Maistatt fand im Jahr 1925 statt.

 

2.geographische Lage

Der Ort Schladming befindet sich in der Obersteiermark im Westen des steirischen Ennstals an der Einmündung des Talbach in die Enns. Die Stadt erstreckt sich in West-Ostrichtung über fast 10 Kilometer als schmales Band südlich und nördlich der Enns. Im Norden wird Schladming vom Dachsteingebirge umrahmt und im Süden erhebt sich der Gneisgebirgszug der Schladminger Tauern aus kristallinen Gesteinen der Zentralalpen. Außerdem befindet sich die Stadt selbst zum größten Teil im Ennstal auf Schwemmlandboden.
Die Nachbargemeinden von Schladming sind:
                                              *im Norden Ramsau am Dachstein
                                              *im Osten Haus
                                              *im Süden Rohrmoos-Untertal
                                              *im Westen Pichl-Preunegg
Schladming ist in zwei Kastralgemeinden, nämlich Schladming und Klaus, gegliedert. Zudem sind Ortsteile, wie Maistatt, Obere Klaus, Mauterndorf, Nußdörfl und Stierern vorhanden.
Der Hausberg Schladmings, die Planai, liegt jedoch nicht im Stadtgebiet, sondern gehört zum Gemeindegebiet von Rohrmoos-Untertal. Nur die Talstationen der Lifte und die ersten Hänge zählen zum Stadtgebiet. Im Norden gehört die Ramsauer Straße zur Stadt, die hinauf in die Ramsau am Fuße des Dachsteinmassivs führt. Von Südwesten kommend fließt der Talbach durch Schladming, der in die Enns mündet. 
 
                                                                       eigenes Bild
 
                                                                     eigenes Bild
 
                                                                    eigenes Bild

3.Klima

 
Charakteristisch für Schladming ist das kalte und gemäßigte Klima, außerdem
ist es auch recht nebelreich. Das ganze Jahr über gibt es deutlich viele Niederschläge. Sogar der trockenste Monat bleibt von hohen Niederschlagsmengen nicht verschont, wie folgendes Diagramm zeigt:
 
Man kann deutlich erkennen, dass der niederschlagsärmste Monat, der Februar ist und der Juli, der Monat mit den häufigsten Niederschlägen ist. Weiters gibt es über das Jahr verteilt im Schnitt 1379 mm Niederschlag.
Die Jahresdurchschnittstemperatur in Schladming beträgt 6.8°C, wobei der wärmste Monat im Jahr, der Juli ist, mit ca. 16.5 °C und der im Jahresverlauf kälteste, der Jänner, mit ungefähr -3.7 °C, wie das nächste Diagramm zeigt:
 
eigenes Bild
 
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4.Bevölkerung

 

Das Balkendiagramm veranschaulicht deutlich, wie sehr die Bevölkerung seit dem Jahr 1896 angestiegen ist. Am ersten Jänner diesen Jahres wurden  4.335  Einwohner gezählt, was bedeutet, dass die Bevölkerung seit dem Jahr 2001 weniger wurde.

 

5.Wirtschaft-Tourismus


Der bedeutendste Wirtschaftsfaktor in Schladming ist der Tourismus, sowohl im Winter als auch im Sommer, wobei der Wintertourismus an erster Stelle steht.

Zu einem der wichtigsten Tourismusmagneten im Winter zählt die 4-Berge-Skischaukel, die sich aus dem Hauser Kaibling, der Hochwurzen, der Reiteralm und der Schladminger Planai zusammensetzt. Der jährlich ausgetragene Nachtslalom, der um die 50.000 Besucher anlockt, tragt auch viel zur Beliebtheit des Skigebiets bei, sowie die im letzten Jahr ausgetragene Ski-WM.
 

* Geschichte des Wintertourismus:

   Im Jahr 1908 wurde der erste Wintersportverein gegründet, doch die ersten Höhepunkte des Wintertourismus erreichte Schladming erst 1920, als die erste Berghütte, die Hochwurzenhütte, errichtet wurde und als der erste Skilift 1953 auf der Planai gebaut wurde. Zwanzig Jahre später wurde die erste Seilbahn auf der Planai eröffnet und außerdem fand in diesem Jahr, durch den Ausbau der Planai zu einem internationalen Skizentrum, das erste Weltcuprennen, ein Abfahrtslauf, statt. Weitere Weltcuprennen in den Disziplinen RTL, Slalom, Abfahrt und Super-G folgten. Im Jahr 1982 wurden die Alpinen Skiweltmeisterschaften zum ersten Mal in Schladming, sowie in Haus am Ennstal ausgetragen und  elf Jahre später trug man die Special Olympics Weltwinterspiele hier aus. Durch die oben erwähnte Skischaukel-Verbindung, die 1998 erbaut wurde, wurden immer mehr Touristen angelockt. Am 29. Mai im Jahr 2008 wurde entschieden, dass die Alpine Skiweltmeisterschaft 2013 in Schladming stattfinden wird. Außerdem fällte man unmittelbar danach die Entscheidung, dass Schladming der Austragungsort für die Weltmeisterschaft im Skibergsteigen 2012 sein soll.
 
 
 
 
 
eigenes Bild
 

Aber auch im Sommer zieht Schladming viele Menschen wegen eines sportlichen Events an, denn zu dieser Jahreszeit findet auf der Planai der UCI-Mountainbike-Worldcup statt und den wollen sich viele Downhill-Mountainbiker aus der ganzen Welt nicht entgehen lassen.
Gut für den Sommertourismus ist auch die Schladminger Sommercard, die den Urlaubern viele Ersparnisse bietet. Weiters darf man nicht vergessen, dass es für die Touristen, die nach Schladming kommen, um zu wandern oder um die Natur zu genießen, viele Angebote gibt. Man kann zum Beipiel den Eispalast am Dachstein besuchen, mit Alpakas eine Wanderung machen oder süße Murmeltiere auf der Bachlalm füttern.
 
eigenes Bild
 
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Manche Touristen kommen aber auch nach Schladming, um die im Jahre 1909 erbaute Schladminger Brauerei, die als  „Erste Alpenländische Volksbrauerei“ gegründet wurde, zu besuchen. Heute ist sie Teil der österreichweit tätigen Brau-Union.
 

 

6.Projekt

Ziel:
Der Ort Schladming soll die alpine Pilotregion für die Entwicklung und den Einsatz neuer, umweltfreundlicher Technologien im ländlichen Raum werden. Die Schladming 2030 GmbH will den Wettbewerbsvorteil für die Zukunft sichern.
        Durchsetzung:
1.Energieoptimierung:
Die meiste Aufmerksamkeit wird auf Smartgrid, öffentliche Beleuchtung und private Beleuchtung gelegt. Durch die Verwendung des heimischen, nachwachsenden Baustoffes Holz bei Neubauten und durch ein ambitioniertes energetisches Konzept wird CO2-Neutralität erzielt und die besondere Kompetenz Schladmings im Umgang mit der aktuellen Klimathematik repräsentiert.
2.Energieerzeugung
Das Ziel ist die Erhöhung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Biogas. Ein Biomasse-Fernheizwerk in Schladming und Haus im Ennstal besteht bereits.
3.E-Mobilität
In der ersten Phase werden Zweiräder über ein Mietmodell inklusive Ladestation, Infrastruktur und Versicherung angeboten. So soll die Scheu vor der E-Mobilität, sowie die Angst vor den derzeitig hohen Anschaffungskosten genommen werden. Mit Beginn der Alpinen Ski-WM 2013 sollen Kombinationen aus Elektrofahrzeugen, Biogas-Zubringerbussen und Biogas-betriebenen Pistenraupen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz setzen. Seit dem Sommer 2011 ist die Region Schladming mit Elektro-Bikes ausgestattet.
Wirkung:
 
Die Region wird als Wirtschaftsstandort, durch günstige Energiepreise, gestärkt, was Arbeitsplätze in Schladming schaffen wird. Da man unabhängig von externen Energieversorgern ist, können hohe Energieversorgungskosten eingespart werden. Jeder profitiert davon etwas: die Region durch den Verbleib der Wertschöpfung vor Ort, die Konsumenten durch günstige Energiepreise und die Umwelt, durch Entlastung von fossilen Brennstoffen. Weiters ist die Reduzierung der CO2-Emissionen geplant. Außerdem soll Schladming bis zum Jahr 2030 die erste alpine energieautarke Region werden.

 7.persönlicher Bezug

Ich war schon insgesamt drei Mal in Schladming, aber nicht wie viele denken würden, im Winter zum Schifahren, sondern im Sommer zum Wandern. Zum ersten Mal besuchte ich diesen Ort in den Sommerferien 2011, kam nächstes Jahr um ca. die gleiche Zeit wieder und in den Sommerferien von diesem Jahr war ich auch, für ungefähr zwei Wochen, dort. Der Grund, warum ich meinen Urlaub an diesem Ort verbrachte, ist folgender: Meine Mutter und meine Tante sind mit ihren Eltern schon früher, als sie klein waren, oft nach Schladming gefahren und haben dort ihren Urlaub verbracht. Meine Tante hat diese Tradition nicht gebrochen und fuhr mit meiner Großmutter  jedes Jahr nach Schladming, doch im Jahr 2011 überredete sie meine Mutter, meine Geschwister und mich mitzufahren. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass wir damals mitgefahren sind, denn dieser Ort ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Es macht mir Freude jedes Jahr in das gleiche Hotel zu fahren, da die Gastfreundschaft sehr herzlich ist und es einem vorkommt, als würde man zur Familie zu gehören. Außerdem ist es für mich nicht nur ein schöner Urlaub, sondern eine Art Familientreffen, da ich diese Tage nicht nur mit meinen Geschwistern, meiner Mutter, meiner Tante und meinen Großeltern verbringe, sondern auch mit Verwandten und Bekannten aus Deutschland. Es ist wirklich schön, dass wir uns alle für ein bis zwei Wochen zusammentreffen und gemeinsam Zeit verbringen, da wir uns sonst nie sehen. Wohnen würde ich in Schladming nicht wollen, da ich in einer Stadt aufgewachsen bin. Außerdem hat man eine große Auswahl an Geschäften und man hat meiner Meinung nach viel mehr Orte, wo man sich zum Beispiel mit Freunden treffen kann. Trotzdem ist es immer wieder schön nach Schladming zu fahren, die Natur zu genießen und sich von dem alltäglichen Stress zu entspannen, weshalb ich mir ein Ferienhaus in Schladming schon gut vorstellen könnte.

Quellen:


*http://de.climate-data.org/location/21825/
 
*http://de.wikipedia.org/wiki/Schladming
 
*http://gemeinde.schladming.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=28&Itemid=63&lang=de
 
*http://www.ennstalwiki.at/wiki/index.php/Hauptseite
 
*Google Bilder
 
*eigene Bilder

                                                                                                              

SELBSTBEURTEILUNG

1. Beurteilungsraster

  

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Ort Vorstellung (Bilder, Videos,…)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Ort Analyse (Fragen)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Persönlicher Bezug
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig

 


2. persönlicher Kommentar

Ich habe mich sehr bemüht den Ort Schladming so gut wie möglich zu präsentieren, was auch daran liegt, dass mir dieser Ort bzw. dieses Thema sehr am Herzen liegt. Außerdem habe ich jetzt eine viel bessere Vorstellung von Schladming als vorher, weil ich nun viel mehr über den Ort Bescheid weiß.


Pulkau

Pulkau (www.facebook.com/pfarre.pulkau)
Pulkau ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Sie zählt 1560 Einwohner (Stand 1.Jänner 2013)Zur Gemeinde Pulkau gehören außerdem noch die Ortschaften Gr. Reipersdorf, Rafing, Leodagger, Passendorf und Rohrendorf an der Pulkau. Meine Mutter ist in Passendorf aufgewachsen und hier leben meine Großeltern noch immer. Außerdem haben wir in dieser Gemeinde ein Haus, das wir oft am Wochenende oder in den Ferien besuchen. 


Geographische Lage und Landschaftliche Merkmale

Pulkau liegt im nördlichen Weinviertel an der Grenze zum Waldviertel im Tal der Pulkau (Fluss). Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 36,66 Quadratkilometer. 25,33 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Koordinaten lauten 48°42´N, 15°51´O. Pulkau liegt 289 Meter über dem Meeresspiegel, an den Ausläufern des Manhartsberges, wo aus geologischer Sicht zwei Großeinheiten aufeinander treffen. Die Böhmische Masse im Waldviertel und die Molassezone im Weinviertel.

Die Böhmische Masse zählt zu den ältesten Landschaften Österreichs. Die Rede ist von dem Begriff Urgestein, der aus Granit und einer Vielzahl von metamorphen Gesteinen, wie Gneise, Granulite, Graphite, Marmor und Quarzite besteht. Der in Pulkau vorherrschende Maissauer Granit entstand als Erstarrungsgestein vor ca. 555 Millionen Jahren. 
Lage von Pulkau (Google Maps)
Das Pulkautal zeichnet sich durch eine hügelige Landschaft aus. Wie oben erwähnt ist ein ziemlich großer Teil der Fläche mit Wald bedeckt, außerdem erstrecken sich Felder und Weingärten über große Flächen. Durch Pulkau fließt ein gleichnamiger Fluss (Der Name des Ortes und des durchfließenden Flusses ist wahrscheinlich germanischer Herkunft (Fulkawa – Volkach) und wurde über das altslawische Pulkaha zum heutigen Pulkau.) 


Klima

Pulkau liegt im Bereich des pannonischen Klimas (typisch kontinentales Klima der gemäßigten Zone). Dies stellt ein relativ warmes sowie trockenes Klima dar, die Winter können allerdings aufgrund kontinentaler Einflüsse recht kalt sein, sind aber ebenfalls trocken. Im Bereich der Böhmischen Masse bringt es jedoch zum Teil enorme Regenmengen.


Geschichte

Die erste Besiedelung mit fränkischen Siedlern erfolgte unter Kaiser Karl dem Großen zwischen 791 und 796 n. Chr., die Grundherrschaft lag 1055 in den Händen der Grafen von Hardegg.
1080 wird die Pfarre das erste Mal urkundlich erwähnt.
In den Jahren dazwischen war der Baubeginn der St. Michaelskirche (1155). Zu dieser Zeit erhielt auch das Schottenstift in Wien das Patronatsrecht über die Pfarre.
1308 erhielt Pulkau das Marktrecht. 1437 verlieh Herzog Albrecht V. das Marktsiegel und das Wappen. Seit diesem Jahr bis 1790 finden sich hier ein Richter und ein Marktrat.
Ein christlicher Mesner half 1338 angeblich Juden bei der Schändung einer Hostie. Daraufhin brach in weitem Umkreis von Pulkau eine Judenverfolgung aus.
Die gotische Heiligblutkirche wurde in den Jahren 1400 bis 1422 erbaut. 1425 wurde Pulkau – so wie Schrattenthal und Retz – von den Hussiten verwüstet.
1486 besetzten die Truppen von Matthias Corvinus – im Gegensatz zum benachbarten Schrattenthal – Pulkau.
Von aufständischen Bauern wurde Pulkau 1597 besetzt und auch während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Markt immer wieder besetzt. Unter den Schweden 1645 ging Pulkau in Flammen auf.
In Pulkau und Umgebung brach die Pest aus. Die Pfarrchronik verzeichnete am 13. Dezember 1680 600 Tote. Um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurde der Markt gesperrt.
Am 25. Jänner 1712 wurde Kaiser Karl VI. auf seiner Krönungsreise nach Prag hier von den niederösterreichischen Ständen empfangen.
1724 ließ Abt Karl Fetzer die steinerne Bründlkapelle errichten, die heute noch steht. Dreißig Jahre später (1742) besetzten im 2. Schlesischen Krieg die Preußen Pulkau. 1805 und 1809 folgten ihnen die Franzosen.
Weitaus friedlicher verlief der Besuch in Pulkau durch Kaiser Franz I. und seine Gemahlin Karoline Auguste am 8. Oktober 1833. Im Jahr 1845 waren Kaiser Ferdinand I. und der Thronfolger Franz Joseph zu Gast.
1850 wurde auch aus Pulkau eine von der Grundherrschaft befreite Gemeinde.
Rathausplatz 1916 (pulkau-noe.at)
Schwere Zeiten waren der Erste Weltkrieg sowie der Zweite Weltkrieg mit den darauf folgenden zehn Jahren sowjetischer Besatzung. Eine der aktivsten Widerstandsgruppen entstand in Pulkau im Sommer 1943. Jugendliche, vorwiegend der Jahrgänge 1927 und 1928, die ihre erste politische Prägung in den ständestaatlichen Jugendorganisationen "Jung-Österreich" und "Jung-Vaterland" im Sinne des österreichischen Patriotismus erfahren hatten und ihre Gruppe Ewig treu mein Österreich bezeichneten, entfalteten eine rege antinazistische Tätigkeit. Ziele der Jugendlichen, die sich auch Schlurfs nannten, waren - laut Gerichtsurteilen - die Beseitigung des Bürgermeisters und der Politischen Leiter der NSDAP in Pulkau und darüber hinaus die „gewaltsame Lostrennung der Alpen- und Donaureichsgaue vom Großdeutschen Reich“, also die Wiederherstellung Österreichs. Insgesamt wurden vierzehn Personen von der Gestapo in Haft genommen; je fünf Angeklagte wurden vom Oberlandesgericht Wien und vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat abgeurteilt. Die einzige ältere Beteiligte, Anna Goldsteiner, wurde zum Tode verurteilt und am 5. Juli 1944 hingerichtet.

Seit dem Ende der 60er-Jahre wird viel für ein neues, moderneres Pulkau getan (Waldbad, neue Hauptschule, Trinkwasserversorgung und Kanalisation mit Kläranlage). Im Jahr 1985 wurde Pulkau das Stadtrecht verliehen.
Das Kulturzentrum Pöltingerhof wurde eröffnet, Hauptplatz und Rathausplatz neu gestaltet, der neue Kindergarten und die Volksschule folgten. 2000 folgte die Eröffnung des Europahauses im Pfarrhof, für das sich der aus Radio und Fernsehen bekannte Kaplan August Paterno sehr engagierte.

Seit 2006 hat Pulkau durch den Fall "Julia Kührer" eines verschwundenen jungen Mädchens traurige Berühmtheit erlangt. (Sie wurde am 30. Juni 2011 als skelettierte Leiche in einem Erdkeller gefunden.)


Wirtschaftliche Merkmale

In Pulkau gibt es rund 50 kleinere Unternehmen, darunter einen Fleischhauer, eine Apotheke, einen kleinen Spar und einige Bau- und Installateurbetriebe.

  • Landwirtschaft
Die Landschaft ist ziemlich stark durch die Landwirtschaft geprägt, vor allem durch den Weinbau. Das lässt sich schon allein dadurch erkennen, dass Pulkau sich unter anderem auch "Weinstadt" nennt und es unzählige Weinbaubetriebe gibt. In der unmittelbaren Nähe von Pulkau, in Retz, wird jeden Herbst ein Weinlesefest veranstaltet. Bereits 1216 wurde der Weinbau in Pulkau amtlich bestätigt. Sogar das Wappen der Stadtgemeinde stellt zwei Weinkrüge dar.

Wappen von Pulkau (wikipedia.org)


Weingarten bei Pulkau  1 (eigenes Foto)


Weingarten bei Pulkau 2 (pulkau.gv.at)
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 74, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 166. Daraus lässt sich meiner Meinung nach sehr gut erkennen, wie wichtig die Land- und Forstwirtschaft hier ist. Nach wie vor sind hier viele Menschen tätig, jedoch nicht mehr ganz so viele wie früher. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass einige Betriebe zusammengelegt wurden und moderne Maschinen die Arbeit erheblich erleichtern und Arbeitskräfte einsparen.

  • Tourismus
Der Tourismus im Pulkautal ist nicht sehr stark ausgeprägt, es wird aber vor allem auf Kultur- und Nahtourismus gesetzt. Es einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Pfarrkirche hl. Michael mit Karner und Pfarrhof, die Filialkirche hl. Blut, die Kapelle Maria Bründl, die Ruine Neudegg, sowie einige Mühlen in der Umgebung und viele denkmalgeschützte Gebäude. Die Stadt verfügt außerdem über ein im Sommer sehr gut besuchtes Waldbad, einen Camping-, Tennis- und Sportplatz. Auch Radfahrer kommen in Pulkau auf ihre Kosten. Je nach gewählter Tour variiert hier der Schwierigkeitsgrad. Auch für naturliebende Wanderer und Spaziergänger gibt es hier genügend Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden.
Besondern Ansturm auf Pulkau gibt es bei Festen. Hierzu zählt unter anderem der jährlich stattfindende Kirtag. Auch das "Kürbisfest im Retzerland" findet hier alle paar Jahre statt (voraussichtlich wieder 2014). Zu diesem Fest reisen Menschen aus ziemlich weiten Teilen der Umgebung an (auch viele aus Wien).

Es gibt einige Gästezimmer und im Sommer wird für Kinder schon seit einigen Jahren ein Ferienspiel mit relativ breitgefächertem Programm.
Das Rathaus für das Kürbisfest geschmückt (wikipedia.org)

Verkehr

Pulkau war im 18.Jh. eine wichtige Poststation auf der Straße Wien-Prag, von hier aus führte die Poststraße über Weitersfeld und Langau nach Böhmen. Ein Stück der Straße hat sich im ursprünglichen Zustand erhalten, auch die Steintröge der Postpferde sind noch in der Alten Post zu sehen. Noch im selben Jahrhundert verlor Pulkau seine Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt. Unter Maria Theresia wurde das Verkehrsnetz neu angelegt, die Hauptrouten führen seither über Horn bzw. Znaim nach Prag.Bis heute blieb die Verkehrsanbindung, einst Pulkaus wirtschaftliche Stärke, ungelöst.
Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich fast 9 km vom Stadtkern entfernt. Hier besteht jedoch eine Verbindung mittels Postbus. Pulkau hat zwar früher über einen Bahnhof verfügt, dieser ist nun aber verfallen, da die Bahnstrecke nicht mehr genutzt wird.

Verfallener Pulkauer Bahnhof (wikipedia.org)

Die meisten Menschen, die hier leben, sind auf Auto, Motorrad oder Moped angewiesen. 

Das Projekt "Brückenplatz"

(wikipedia.org)

"Anfang Dezember wurde am Brückenplatz mit den Abbruch- und Sanierungsarbeiten in den Altgebäuden durch die Baugesellschaft Retz begonnen. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2013 werden 15 Wohnungen, bei denen auch betreutes Wohnen angeboten wird, errichtet. Um die Nahversorgung sicher zu stellen, wird auf ca. 450 m² Verkaufsfläche ein Spar-Markt entstehen." (Pulkau Aktuell vom Winter 2011)
Bei dem gesamten Projekt taten sich jedoch einige Hindernisse auf. Zunächst wurde das gesamte Projekt durch Einschalten des Denkmalamts verzögert, da zwei Gebäude, die auch abgerissen werden sollten, unter Denkmalschutz gestellt wurden (siehe: http://www.initiative-denkmalschutz.at/index.php/meldungen-nach-bundesland/meldungen-niederoesterreich/101-hollabrunn/44-pulkaustadtbild). Außerdem mussten Bewohner anderer betroffener Häuser umgesiedelt werden. Ursprünglich war es auch geplant, Arztpraxen im neu entstandenen Gebäude unterzubringen, diese sind aber ziemlich bald abgesprungen.

(wikipedia.org)

(wikipedia.org)

(wikipedia.org)

Noch ein paar Eindrücke....

Ehemaliges Markttor (wikipedia.org)
(pulkau.gv.at)

Blick auf Pulkau vom Friedhof aus (eigenes Bild)

Luftaufnahme der Kirche St.Michael und des Friedhofes (www.bgrein.at)

Sonnwaldbad Pulkau (www.quax.at)

Mein persönlicher Bezug

Wie bereits in der Einleitung erwähnt stammt meine Mutter aus der Gemeinde Pulkau. Auch mein Vater ist ganz in der Nähe von Pulkau (3 Ortschaften weiter) aufgewachsen. Ein großer Teil meiner Verwandten, darunter auch meine Oma und einige Tanten und Onkel, wohnen noch immer dort. Wir selbst haben in einer Ortschaft in der Gemeinde und unmittelbaren Nähe von Pulkau ein Haus. Hier verbringen wir so viele Wochenenden wie möglich und auch die meisten Ferien. Einer der Vorteile davon ist, dass wir mit unseren Verwandten einen ziemlich engen Kontakt halten können, da wir sie öfter sehen. 

Da Pulkau eher klein ist, ist es natürlich auch ruhiger als Wien. Das kann an Wochenenden und in den Ferien ganz angenehm sein. Außerdem merke ich ziemlich stark, dass Menschen am Land andere Vorstellungen und Ideen von bestimmten Themen haben als "Städter". Auch mit dieser Denkweise vertraut zu sein, hat mir schon oft geholfen. Weiters habe ich (mithilfe meiner Eltern natürlich) ein stärkeres Interesse an der Natur und ein größeres Umweltbewusstsein entwickelt.

Was für mich aber so ziemlich am wichtigsten ist, ist, dass ich mich viel "freier" bewegen kann. Das heißt ich kann (soweit es das Wetter erlaubt) jederzeit mein Fahrrad schnappen und mich bewegen. Das nutze ich besonders im Sommer oft aus und zum Beispiel dieses Jahr habe ich auch meine Cousine überzeugt, wieder einmal eine Runde gemeinsam zu drehen. Was mir daran auch so gefällt, ist, dass man jederzeit stehen bleiben (sofern man auf Feldwegen,.. unterwegs ist) und die wunderschöne Landschaft bewundern kann.
Auch gegen Spaziergänge ist nichts einzuwenden.

Bild von einem "Radausflug", im Hintergrund Pulkau (eigenes Bild)
Da wir vor kurzem mein Zimmer in unserem Haus renoviert haben, fühle ich mich da besonders wohl. Natürlich ist die neue Einrichtung viel einladender als die alte und mir gefällt mein Zimmer am Land fast besser als mein Zimmer in Wien. Trotzdem könnte ich mir nicht vorstellen, hier meinen "Hauptwohnsitz" zu haben, da ich nicht auf die bessere Mobilität, die Wien bietet, verzichten möchte. Außerdem ist es hier auf Dauer wahrscheinlich doch zu ruhig. (Von Einkaufsmöglichkeiten und Ähnlichem ganz zu schweigen....)

Ich glaube ich könnte noch einiges erzählen. Darüber, dass der Umgang der Menschen untereinander ganz anders ist als in Wien oder darüber, dass die Luft viel besser ist. Im Großen und Ganzen denke ich habe ich meine Message jedoch vermittelt: Ich fühle mich hier wohl und kann mich gut entspannen und mal abschalten.

Selbstbeurteilung

1. Beurteilungsraster

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Ort Vorstellung (Bilder, Videos,…)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Ort Analyse (Fragen)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Persönlicher Bezug
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig

2. Persönlicher Kommentar

Ich habe mich sehr bemüht, den Arbeitsauftrag so gut wie möglich zu erfüllen. Das liegt auch daran, dass mich das Thema sehr angesprochen hat und ich im Laufe des Bearbeitungsvorgangs immer mehr Interesse entwickelt habe. Weiters habe ich versucht, den Beitrag durch Bilder aufzulockern und zu untermalen. Ich hoffe du als LeserIn  hast nun einen guten, ganzheitlichen Eindruck von Pulkau.



Quellen:



  • www.pulkau-noe.at
  • wikipedia.org
  • Atlas
  • geschichte.landesmuseum.net
  • www.initiative-denkmalschutz.at
  • www.weingut-jordan.at

  • Google Maps